8. August 2011

Zwei Taufen, eine Energija!

Eine Taufe ist etwas ganz Besonderes und erst recht, wenn es sich bei dem zu Taufenden um das neue Flaggschiff der Cosmonautix handelt. Aber wo führt man eine solche Taufe durch? 
Wo kann man eine Balalaika rechtmäßig taufen? In der Russisch-Orthodoxen Kirche? Nein, sie ist Römisch-Katholisch… oder doch Jüdisch? Darf sie dann nur noch koschere Musik spielen?
Fragen über Fragen, die uns bis letztes Wochenende jede Sekunde quälten.
Als eines Tages vom Kreml die neuen Energija-Missionen bekanntgegeben wurden, stellten wir fest, dass am 6. August 2011, das in Tschechien liegende Hotel, „Vsetice“ von uns musikalisch eingeweiht werden solle und so war uns klar, dass wir, ganz nach dem Maximalprinzip, mit nur einer Mission zwei Missionsziele erreichen konnten: Zwei Taufen, eine Energija!

Nachdem wir im idyllischen tschechischen Netvorice eingetroffen waren, stärkten wir unsere ausgehungerten Leiber mit dem, im Hotel-Restaurant angepriesenem, Steak-Mix-Teller (nur Ruben bestellte Hühnchen… komischer Vogel). Als wir später in den nagelneuen Zimmern unseren Esskummer ausschliefen, baute sich uns ein unbewusster Druck auf: Der Gedanke an die Mission und zwei Missionsziele… war es vertretbar? welche Mission hatte Vorrang? Besonders für einen Kapitän ist eine solche Grundsatzfrage eine sehr große Last.
Als wir schließlich auf der Bühne standen und der erste Klang der weiß schimmernden Prim-Balalaika durch unsere Monitore ein akustisches Signal annahm, welches unsere Trommelfelle wiederum in einen biologischen Reiz wandelten, hatten wir glatt ihren Namen vergessen (in der Raumfahrt redet man vom so genannten „Black Out“)! Wir sahen die Balalaika nochmals mit aller Hingabe einer ehrenvollen Besatzung an, sie sah uns an und in diesem Moment waren wir uns alle einig: Die erste weiße Perlmutt-Balalaika kann nur ALBINA heißen!

ALBINA machte uns alle Ehre und ist zu Recht die neue No. 1! An dieser Stelle möchten wir uns nochmals für die außerordentliche Leistung unseres Hof-Arztes Dr. Bal. Andruscha bedanken, der die, 1992 in Moskau geborene, uncharakteristische Balalaika zur einmaligen E-ALBINA machte! „Bolschoje Spasibo Djadja Andruscha!“

Nach einer langen Nacht mit viel zu viel tschechischem Bier, Becherovka, anschließenden übermütigen (un)sportlichen Aktivitäten im Pool des Hotels und viel zu wenig Schlaf, machten wir uns auf den langen Weg in die Heimat, welcher beinahe unser aller Ende bedeutet hätte und wir jetzt, statt diesen Logbuch-Eintrag zu verfassen, gemeinsam mit Zar Nikolai und Jurij Gagarin über den Wolken schweben und den sch*** Becherovka mit anständigem Wodka nachspülen würden…

Wir hatten kurz hinter Prag einen Groundspeed von ca. 140 km/h erreicht, als wir aufgrund einer ungünstigen Verkettung von Regen, Geschwindigkeit und bewegter Masse die Kontrolle über unser Raumschiff verloren! Doch Pawel klärte das Aquaplaning gekonnt, in dem er das Steuer fest hielt und nicht den vermeintlichen Fehler begann gegen zu steuern. Eine solche Situation zeigt, dass viel Training und die unzähligen Stunden im Simulator nicht umsonst sind. 
Danke Pawel!

Nun ist es uns eine Freude, den Erfolg einer Mission mit zwei Zielen bekannt zu geben!

Wir freuen uns auf die nächsten Missionen mit ALBINA:

11.08. Hanse Sail / Rostock (DE)
20.08. Slavnosti Piva / Chodova Plana (CZ)
21.08. Street Festival / Chomutov (CZ)
27.08. Natruc Festival / Kolin (CZ)
03.09. Schackstock Open Air / Belgern (DE)

Euer Morgan Nickolay
Captain der Energija

14. Juli 2011

Cosmonautix feat. Ukrainian Girls Choir - Marusia/Katjuscha

In Leipzig trafen die Berliner Party-Kosmonauten spontan auf einen ukrainischen Mädels Chor aus Kiew! Dieses einmalige Zusammentreffen möchten wir euch keinesfalls vorenthalten:
 
 

Cosmonautix goes Bootcamp!

Das war unser hartes Wochenende im Bootcamp von Mahlwinkel. Ein lautes "Urah" an die NRA! Na Sdarovje!

23. Juni 2011

Deutsch-Russische Festtage 2011

Wir hatten viel Spaß bei den diesjährigen Deutsch-Russischen Festtagen.
Schaut selbst:

Cosmonautix goes Wikipedia

Keine Ahnung, wie wir den Weg dorthin gefunden haben, aber deine Cosmonauten sind jetzt auch bei Wikipedia!

Cosmonautix im TV!

Cosmonautix in der Mattscheibe des rbb, im Rahmen der Doku: "Hilfe, alle lieben Berlin!"
Viel Spaß, Towarischtschi!

Spring-Tour 2011


Logbuch Eintrag 1102 Energija Mission: Planet Erde

Cosmonautix im Landeanflug auf den Mauerpark

 

9. April 2011

REVIEW: Münster, Gig-Marathon

Voller Erschöpfung und Triumph zugleich, blicken wir auf einen neuen Rekord zurück: Es ist uns gelungen 3 Konzerte in 24 Stunden zu spielen und das in Münster und dazu an keinem geringeren Datum, als dem 1. April (ohne Scherz)!

Um 17:13 Uhr erklang der erste Ton der Balalaika, als leere Wodkagläser an der Lenin-Statur zerschmetterten, welche vor der Halle Münsterland plagiatierte (wo auch sonst?!). Unsere Mission bestand darin, die Gesellschaft eines Versicherungsunternehmens akustisch nach Sankt Petersburg zu manövrieren. Zum visuellen Manöver gehörte auch ein kleines Bataillon viel hübscherer Offiziere und Offizierinnen (gibt es das Wort?), als wir es waren, doch waren unsere kosmischen Flieger-Uniformen um einige Dienstränge höher, was uns in dieser Situation absolute Genugtuung verschaffte.

Nach einem 30-Minütigen Marsch (marschierend und musizierend zugleich) durch den großen Saal der Münsterhalle stärkten wir uns am reichhaltigen Crew-Catering und verließen das Messegelände (bzw. Winterpalais) während uns die Schallwellen der russischen Nationalhymne verfolgten...

ERSTER STREICH! Und der Zweite folgt zugleich:
Das kultige Musik-Café „Teilchen & Beschleuniger", welches uns von vielen Münsteranern wärmstens empfohlen wurde und welches uns zu guter Letzt, auch durch den wissenschaftlichen Namen anzog, feierte an diesem 1. April seinen ersten Geburtstag. Unter Speedfolkern gehört es in einem solchen Fall zum absoluten Muss, die Teilchen zu beschleunigen. Also ritten wir mit unseren roten Overalls, den Instrumenten im Schlepptau, in den mit Studenten gefüllten Beschleuniger, der an einen im Friedrichshain liegenden Beschleuniger erinnerte (die Teile sind fast immer baugleich) und gaben pure Energija… Wir hatten Spaß, die Teilchen waren beschleunigt – ein gelungenes Ständchen zum Den Rozhdenja... Herzlichen Glückwunsch!
ZWEITER STREICH! Und der Dritte folgt zugleich:
Das Gleis 22 ist die Location in Münster, die ein Jeder kennt. Hier spielen Künstler, wie Katzenjammer und Dunkelbunt und hier gaben Pawel und Morgan sich ihre erste Club Mate (kein Kommentar). Der Chronometer zeigte mittlerweile einen Wert von 2222 Zeiteinheiten. Wir wurden telefonisch mit dem Datscha-Clan verbunden, welcher die regelmäßig wiederkehrende Reggae/Balkan-Veranstaltung Datscha-Party in der Sputnik Halle (münsteranisch: Spuckie) (be)treibt… um 0:30 Uhr standen wir im Hof des Sputnik vor einer Meute Sozialarbeit-Studenten und Tommys (die nach eigener Aussage im Münsterland stationiert sind um den 3. Weltkrieg zu verhindern – viel Glück) und gaben 1,5 Stunden Energija unter freiem Himmel. Erinnerungen an eine Reggae-Party im letzten Sommer kamen wieder hervor, doch dieses Mal blieb die Miliz aus, die Studenten der Sozialen Arbeit gaben sich sozial und die Tommys verfielen einem teuflischen Mix aus Wodka, Gin und Bier (Kulturschock) und gaben sich mit uns kameradschaftlich die Hand, wie es ihre und unsere Vorgänger einst über der Elbe taten.
Als der Stundenzeiger die Fünf verdeckte, schwebten die 4 Party-Kosmonauten in höheren Sphären zusammen mit Lenin, dessen Gesicht von Wodkagläsern gezeichnet war, Natascha und Swetlana vom X-ten Sowjetischen Bataillon der Landstreitkräfte, die immer noch stramm standen, Sean, Dennis, Rick und David von der British Forces Germany, einem Teilchen und einem Beschleuniger…
Spätestens als die ersten Sonnenstrahlen des 2. April 2011 unsere schützenden Augenlider durchbrachen war uns klargeworden, dass wir eine neue Seite Kosmonauten-Musik-Geschichte geschrieben hatten.
DRITTER STREICH! Und der Nächste folgt bald…
Na Sdarovje

-Morgan

9. März 2011

REVIEW: Prag, Matrix Club

Die Cosmonauten waren wieder unterwegs diesmal in Richtung Prag. 

Was einfach klingt war dann doch ein schwieriges Unterfangen. An einem Tag, der schon um 6 Uhr begann (für Musiker ganz furchtbar), fuhren wir erst in den Proberaum von da auf die Autobahn, von da wieder in den Proberaum (Ivan hatte seine Suppenschüssel vergessen), dann nach Prag, Soundcheck, Konzert, Abbauen, nach Berlin in den Proberaum und dann wiederrum gegen 6 Uhr zum Sterben nach Hause. Die Cosmonauten machen halt alles für euch...;).

Nur damit ihr einen Einblick bekommt wie so ein Cosmonauten-Alltag aussieht.

Tja, aber nun zum schönen Teil: Wie die Cosmonauten das so gewöhnt sind erhielten sie ein exzellentes Catering. In Essig eingelegte Wurst mit Zwiebeln, Sülze und Reis, Energija Drinks (oder wie die heißen) und unser Alltime-Klassiker: Kasseler. Direkt vor Ort geschnitten. Großartig.

Der Soundcheck ging schnell und unkompliziert von der Hand. Tscheschien du bist toll...

Und dann ertönt die Hymne: Kai Laschnikov, Pawel Eivic, Ruben Wilschenko und der Captain Morgan Nickolay betreten die Stage. Erwartungsvolles Schweigen. Start the Engine...
Wer schonmal da war - u know...

Wir haben natürlich wieder alles gegeben. Diesmal angefangen mit Tetris startete die Rakete. 

Das Cosmonauten Training saugte die letzten Reserven aus dem Publikum. Abgerundet wurde die Kreation Cosmonautixkonzert mit Den Ras Denja. Dem Geburtstagsong für die Platte von The Snuff. Mit Dorogoj dlinnoju bereiteten wir die Stage für The Snuff.

Nach dem Konzert begann wieder das übliche Abbauszenario. Ivan trägt alles ins Auto, während wir Kasseler essen...nein Spaß...nein halt...doch. Ab in den Cosmo-Shuttle (TM) und Direction Berlin.

Ach übrigens. Zum Thema Skurillitäten: An der ersten Tankstelle in Deutschland (wir kennen sie mittlerweile ja ALLE) standen um 3 uhr morgens 5 laufende Wagen. Nur wo sind die Fahrer? Ach, die sitzen in der Tankstelle und betrinken sich...Ich will, euch ja nichts über latente Alkoholprobleme erzählen, aber...jetzt hab ich den Faden verloren.

Natürlich dürfen wir an dieser Stelle nicht das übliche wie, was, warum und wieso vergessen:

Wir danken der Band The Snuff für die Einladung zu ihrer Record Release Party und wünschen viel Erfolg. Prag wir vermissen dich, auf ein baldiges Wiedersehen...

Na Sdarovje


-Pawel

28. Januar 2011

REVIEW: Berlin, Pfefferberg (Record-Release-Party)

Es ist endlich geschafft: Wir haben unser erstes Album veröffentlicht!!! Und was für eine Feier. Mit Vodka am Eingang (danke an Held Vodka) ging es los ins Haus 13...die Treppe hoch, noch ein Vodka und bam...

Es war wirklich ein großer Spaß. Das erste Album ist dann doch was besonderes...:). Der Druck der vergangenen Wochen ist jezt abgefallen und wir freuen uns darüber, dass die Party ein voller Erfolg war.

Das lag nicht nur an denen, die da waren, sondern auch an allen, die uns über die ganzen Jahre unterstützt haben.

Vielen Dank an euch. 

Und danke natürlich auch an unsere Special Guests: Ganef, Niftys und Christina Fustova am Akkordeon, die Comonautix Roadcrew (also Carsten), unsere Cosmonauten Mädels, die tapfer die Stellung am Merchandisestand hielten und alle Leute die im Hintergrund agierten. Ihr wart super!!! 

Auch in Zukunft werden wir für euch alles geben und wir freuen uns auf weitere 5 Jahre Spannung, Spaß und was zum naschen.

Wir sehen uns auf der nächsten Party, wo es wieder heißt: ENERGIJA

-Pawel